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Samstag, 6. August 2011

Ob ich heute nochmals bloggen würde ?

B”H

Text eines hart arbeitenden und manchmal frustrierten Bloggers


Ob ich heute nochmals bloggen würde ?
In gewissen Sinne ja, aber wenn, dann nur in englischer Sprache ! Bezüglich des Judentum, ein wenig Politik und Israel; alles auf Englisch und nicht mehr auf Deutsch.

Nach fast fünf Jahren der Bloggerei auf mehreren Blogs habe ich so einiges an Eindrücken und Erfahrungen gesammelt. Tolle Leute kennen gelernt und viel Neues gelernt. Sowohl von den Lesern als auch durch das Schreiben selbst.

Womit ich zu Beginn nicht gerechnet hatte, war die riesige Resonanz auf meinen englischen Blog, die sich allerdings erst recht spät einstellte. Über das Judentum in englischer Sprache zu schreiben, ist nicht leicht. Immerhin bestehen schon viele Blogs und es herrscht Konkurrenz. Ausserdem, wer sollte mich, einen Nicht – Muttersprachler, auf Englisch lesen wollen ?

So kam es, dass ich viele Monate lediglich fünf Leser am Tag hatte. Mal noch weniger, mal etwas mehr. Ich konnte auf dem Blog tun und lassen was ich wollte und genoss die Freiheit, nur zwei Texte pro Woche zu veröffentlichen. Alles ganz toll und ich konzentrierte mich auf die deutschen Blogs.

Eines Tages jedoch sah ich, dass mein englischer Blog urplötzlich an Leserschaft zulegte. Momentan kommen mehr als 1000 Leser pro Tag zusammen. Manchmal 2000 Leser. Es fliessen Kommentare, ich erhalte viele e – mails von Chassidim sowie anderen interessierten Lesern.

Ob Leser oder nicht, Kommentare hin oder her, die Themenbloggerei ist harte Arbeit. Ein total harter Job, wenn man nebenbei anderweitig arbeitet wie ich. Obwohl ich mich in etwas mehr als einem halben Jahr hauptsächlich um die Schreiberei kümmern werde muss ich dennoch feststellen, dass es sauhart ist, in zwei Sprachen zu schreiben, weil ich nichts durch den Google Translator laufen lasse, nur um hinterher die englischen Texte dadurch öde bzw. fade zu gestalten.

Warum dennoch englisch ?

Weil die Community international ist und die Sprache oft besser flutscht. An der Sprache allein bestimmen viele internationale Leser ihre Blogs trotzdem nicht mehr, denn durch die Translator können deutsche Artikel genau so gelesen werden wie chinesische.

Samstag, 5. März 2011

Blogmotivation

B”H

Wenn ich ehrlich bin, mochte ich meine Blogs lieber als ich wesentlich weniger Leser hatte. Als die Blogs wuchsen, begann der Stress, denn immer mehr Leser sandten Kommentare. Andererseits halten sich die Kommentare in Grenzen und ich hoffe, dass bleibt so.

Abgesehen von den Kommentaren, immer mehr Leser sandten mir Anfragen per Mail. Darunter einige Filmemacher, Skriptwriter, amerikanische Professoren und neulich erst die Bundeswehr.

Manchmal nervt der Stress, denn eigentlich will ich mich weder privat noch im Blog mit subersiven Gestalten abgeben. Genau das lässt ich jedoch oft nicht umgehen. Trotz DELETE Taste.

An einem Freitag vor ca. einem Jahr war ich einmal ziemlich down und hatte keine Lust mehr auf “Leben in Jerusalem”. Ich war fest dazu entschlossen, den Blog nicht weiterzubetreiben. Einfach wegen fehlender Lust und Zeit.

Zwei Minuten bevor ich den Laptop schloss kame in weiterer Kommentar eben auf jenen Blog. ANONYM und man bat mich, den Blog zu schliessen und lieber nur auf Englisch weiterzuschreiben.

Der Kommentar war mit das Beste, was mir beim Bloggen jemals passierte. Zuviele Deutsche (darunter auch Juden) würden mich zu gerne aus der deutschsprachigen Blogwelt verschwinden sehen, doch diesen Gefallen tue ich keinem.
Was andere Blogger daraus lernen können: Lasst Euch nicht unterkriegen und seien manche Kommentare auch noch so missgünstig. Das kommt vor uns ist unvermeidlich. 

Was Ihr unbedingt tun solltet ist, neben dem Bloggen einen festen Ausgleich zu haben. Nutzt Eure Freizeit, schaltet ab und lebt ! Es gibt zum Glück vieles andere und eine tolle Welt neben der Bloggerei.

Montag, 21. Februar 2011

Blogleser auf der Suche nach Informationen

B”H

Keine Frage, dass ein Blog auf die Themen bezogen interessant sein sollte und ich verstehe ehrlich gesagt jene Blogger nicht, die jedes noch so kleine Detail ihres Privatlebens in der Öffentlichkeit breittreten. Anscheinend besteht bei vielen ein Bedürfnis, sich mitzuteilen. In der Regel aber lese ich derlei private Blogs nicht.

Wenn ich durch die Blogwelt schaue, und ich folge vielen englischen Blogs, dann bin ich auf der Suche nach Infomaterial, was mich etwas lehrt. Daher setzt sich die Anzahl der Blogs, denen ich folge, aus zumeist Politik und Technologie zusammen. Wissenschaftliches genauso wie die neuesten Hacker News.

Abgesehen einmal von all den zahlreichen SEO – Theorien, ein Blog sollte immer ein gewisses Quentchen Information enthalten. Berichtet Eurem Leser etwas, was er noch nicht weiss. Viele Leute mögen durch Google Keywords auf Euren Blog stossen und dann werden Infos erwartet oder die Mehrzahl von ihnen kommt kaum mehr wieder. 
Ferner sollten Eure Infos der Richtigkeit entsprechen. Bezogen auf Israel sah ich einige Blogs, die von Israeltouristen verfasst werden. Leute kommen ein – oder zweimal im Jahr vorbei und meinen dann, sie kennen unser Land zur Genüge, um darüber zu Bloggen. Wenn Ihr Euch auf ein Thema bezieht, dann mit Euphorie und Fachkenntnissen. Ansonsten werden falsche Informationen wiedergegeben und das sehe ich als Betrug am Leser an. Googlen allein reicht oft nicht, sondern der Blogger muss mitten im Thema stehen.

Samstag, 19. Februar 2011

Blog Traffic - "Ihr braucht Blogleser"

B”H

Wenn Ihr Euch im Internet auf jenen councelling sites umschaut, welche Euch hohe Profite durch das Bloggen versprechen, solltet Ihr nicht den Kopf verlieren und stattdessen extrem realitisch denken. Nehmen wir an, Ihr macht Euren ersten Blog auf. Toller Content, einschlägiger Blogname und überhaupt macht Ihr alles richtig, wenn es um den Ratgeberkatalog der Internetgurus geht. Vielleicht schreibt Ihr noch schnell ein ebook zu irgendeinem Thema, damit Ihr (ebenso lt. Internetgurus) etwas zu verkaufen habt. Oder Ihr schreibt die berühmten Affiliates oder knallt den Blog voll Werbung. Und was passiert ? Nichts. Kein Leser kommt und schon gar kein Kaufinteressent. Ihr habt Euren Blog mit einem super Design ausgestattet, Eure Nische ist positiv und der Content interessant und dann kommt kein Mensch vorbei. Nichts da mit dicken Gewinnen und all dem, was Euch die Gurus versprochen haben. 





Was nützt Euch all das, wenn Euer neu angelegter Blog keine Hits aufweist ? Daraufhin sagen Euch die Internetgurus, dass Ihr zu den Social Networks rennt, um dort für Euren Blog Werbung zu betreiben. Und, und, und. 

Die Realität jedoch schaut anders aus: Aufgrund der Abertausende von Blogs wird es immer schwerer, sich durchzusetzen. Schon eine einzigartige Themennische zu finden ist kein Zuckerschlecken. Ich hatte mit meinen relig. Themen wahnsinniges Glück, doch nicht jeder hat das und eigentlich gibt es schon “fast” alles.

Einen neuen Blog aufzubauen braucht Zeit. Zieht mindestens 1 – 2 Jahre in Betracht und knallt den Blog nicht sofort mit Werbung zu, sondern schafft Euch durch interessanten Content zuerst einen Namen sowie eine Leserschaft. Allein das ist erst einmal wichtig. An das Finanzielle könnt Ihr später denken, wenn die Leserschaft stimmt. So schaut nun einmal  derweil der wahre Blogalltag aus.